Warum Eiweiß beim Abnehmen hilft – drei Mechanismen
1. Sättigung
Eiweiß löst im Darm stärker als andere Nährstoffe die Ausschüttung von Sättigungshormonen (unter anderem GLP-1 und PYY) aus und dämpft das Hungerhormon Ghrelin. In kontrollierten Studien aßen Teilnehmer, deren Eiweißanteil von 15 auf 30 Prozent der Energie erhöht wurde, ohne weitere Vorgaben rund 440 kcal weniger pro Tag – und nahmen ab, obwohl sie sich satt essen durften.
2. Thermischer Effekt
Der Körper verbraucht Energie, um Nahrung zu verdauen und zu verarbeiten. Bei Eiweiß sind das 20 bis 30 Prozent der aufgenommenen Kalorien, bei Kohlenhydraten 5 bis 10 und bei Fett 0 bis 3 Prozent. Von 100 kcal aus Quark bleiben dem Körper also nur etwa 75 kcal – ein kleiner, aber täglicher Vorteil.
3. Muskelerhalt
Im Kaloriendefizit baut der Körper nicht nur Fett, sondern auch Muskeleiweiß ab. Eine ausreichend hohe Eiweißzufuhr, idealerweise mit Krafttraining, reduziert diesen Verlust deutlich. Das ist entscheidend, weil Muskeln den Grundumsatz bestimmen: Wer Muskeln verliert, verbraucht dauerhaft weniger Energie und nimmt nach der Diät leichter wieder zu.



