Eiweißreiche Lebensmittel: Die Top-Liste für Ihre Ernährung

Eiweißreiche Lebensmittel sind essenziell für den Muskelaufbau, die Sättigung und zahlreiche Körperfunktionen. Dieser Artikel bietet eine detaillierte Liste tierischer und pflanzlicher Proteinquellen.

Redaktion Diät PlanerAktualisiert: 10 Min. LesezeitFachlich geprüft
Vielfältige eiweißreiche Lebensmittel wie Hähnchen, Lachs, Eier und Quinoa auf Holzhintergrund.

Eiweißreiche Lebensmittel sind ein Grundpfeiler einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Sie tragen maßgeblich zum Aufbau und Erhalt von Muskelmasse bei, fördern ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und sind unerlässlich für zahlreiche Körperfunktionen wie die Produktion von Enzymen und Hormonen. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir eine umfassende Liste von Lebensmitteln mit hohem Eiweißgehalt zusammengestellt, die sowohl tierische als auch pflanzliche Quellen berücksichtigt und Ihnen hilft, Ihre individuellen Ernährungsziele zu erreichen.

Warum Eiweiß so wichtig ist: Funktionen und Bedarf

Eiweiß, auch Protein genannt, ist neben Kohlenhydraten und Fetten einer der drei Makronährstoffe und ein essenzieller Baustein unseres Körpers. Es besteht aus Aminosäuren, von denen einige lebensnotwendig sind und über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Die vielfältigen Aufgaben von Protein im Körper

Protein erfüllt eine Vielzahl kritischer Funktionen:

  • Muskelaufbau und -erhalt: Eiweiß ist der Hauptbestandteil unserer Muskulatur. Eine ausreichende Zufuhr ist entscheidend für den Aufbau neuer Muskelfasern nach dem Training und den Erhalt der bestehenden Muskelmasse, insbesondere im Alter oder bei Gewichtsverlust [dge-protein].
  • Sättigung: Proteinreiche Mahlzeiten führen zu einem stärkeren und länger anhaltenden Sättigungsgefühl als kohlenhydrat- oder fettreiche Speisen. Dies kann hilfreich sein, um die Kalorienaufnahme zu kontrollieren und Heißhungerattacken vorzubeugen [awmf-adipositas].
  • Stoffwechselfunktionen: Enzyme, die biochemische Reaktionen im Körper steuern, bestehen aus Proteinen. Auch Hormone, die wichtige Körperfunktionen regulieren, sind oft Proteine oder werden aus Aminosäuren gebildet.
  • Transport und Speicherung: Proteine transportieren Nährstoffe, Sauerstoff und andere Substanzen im Blut und in die Zellen.
  • Immunsystem: Antikörper, die Krankheitserreger bekämpfen, sind Proteine. Eine ausreichende Proteinzufuhr ist daher wichtig für ein funktionierendes Immunsystem.
  • Struktur: Haare, Nägel, Haut und Bindegewebe bestehen ebenfalls hauptsächlich aus Proteinen.

Wie viel Eiweiß brauchen Sie wirklich?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für gesunde Erwachsene ab 19 Jahren eine tägliche Proteinzufuhr von 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht [dge-protein]. Das bedeutet, eine Person mit 70 kg Körpergewicht sollte etwa 56 g Protein pro Tag zu sich nehmen.

Bestimmte Personengruppen haben einen erhöhten Proteinbedarf:

  • Ältere Menschen (ab 65 Jahre): Hier liegt die Empfehlung bei 1,0 g Protein pro kg Körpergewicht, um dem altersbedingten Muskelabbau (Sarkopenie) entgegenzuwirken [dge-protein].
  • Sportler: Insbesondere Kraftsportler und Ausdauersportler können von einer höheren Proteinzufuhr profitieren, um Muskelwachstum und Regeneration zu unterstützen. Empfehlungen liegen hier oft zwischen 1,2 und 2,0 g Protein pro kg Körpergewicht, abhängig von Intensität und Art des Trainings [dge-protein].
  • Personen in Phasen der Gewichtsreduktion: Eine erhöhte Proteinzufuhr von 1,0 bis 1,2 g pro kg Körpergewicht kann dazu beitragen, den Muskelerhalt zu fördern und die Sättigung zu verbessern, was den Abnehmprozess unterstützt [awmf-adipositas].

Es ist wichtig zu beachten, dass eine übermäßige Proteinzufuhr über 2,0 g pro kg Körpergewicht bei gesunden Menschen in der Regel keine zusätzlichen Vorteile bringt und bei Vorerkrankungen der Nieren problematisch sein kann. Konsultieren Sie im Zweifel immer einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft.

Tierische Eiweißquellen: Kraftpakete aus dem Tierreich

Tierische Produkte sind bekannt für ihren hohen Proteingehalt und ihre hohe biologische Wertigkeit, da sie in der Regel alle essenziellen Aminosäuren in einem günstigen Verhältnis enthalten.

Fleisch und Geflügel

Fleisch und Geflügel sind klassische Proteinquellen. Achten Sie auf magere Sorten, um die Aufnahme von gesättigten Fetten zu begrenzen, wie es die DGE empfiehlt [dge-empfehlungen].

Lebensmittel (pro 100 g) Protein (g) Anmerkungen
Hähnchenbrust (roh) 23-25 Sehr mager, vielseitig einsetzbar
Putenbrust (roh) 22-24 Ähnlich wie Hähnchen, mager
Rinderfilet (roh) 20-22 Mageres rotes Fleisch, reich an Eisen
Schweinefilet (roh) 21-23 Mager, gute Alternative
Mageres Hackfleisch (Rind) 18-20 Achten Sie auf den Fettgehalt

Fisch und Meeresfrüchte

Fisch ist nicht nur reich an Protein, sondern liefert auch wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und gut für Herz und Gehirn sind [dge-empfehlungen].

Lebensmittel (pro 100 g) Protein (g) Anmerkungen
Thunfisch (im eigenen Saft) 23-25 Praktisch, aber auf Quecksilbergehalt achten
Lachs 20-22 Reich an Omega-3-Fettsäuren
Kabeljau 17-19 Magerer Fisch
Garnelen 20-22 Wenig Fett, vielseitig
Hering 18-20 Ebenfalls reich an Omega-3

Milchprodukte und Eier

Milchprodukte und Eier sind hervorragende und oft preiswerte Proteinquellen, die zudem Kalzium und andere wichtige Mikronährstoffe liefern.

Lebensmittel (pro 100 g) Protein (g) Anmerkungen
Magerquark 12-14 Sehr hoher Proteingehalt, wenig Fett
Skyr 10-11 Ähnlich wie Magerquark, cremig
Griechischer Joghurt (natur, fettarm) 9-10 Cremig, vielseitig einsetzbar
Hüttenkäse 11-13 Gut als Brotaufstrich oder im Salat
Käse (z.B. Harzer Käse) 25-30 Sehr hoher Proteingehalt, kaum Fett
Mozzarella (light) 20-22 Weniger Fett als normale Mozzarella
Eier (pro Stück, ca. 60g) 7-8 Hohe biologische Wertigkeit, vielseitig

Pflanzliche Eiweißquellen: Die gesunde Alternative

Pflanzliche Proteine sind eine ausgezeichnete Wahl für Vegetarier, Veganer und alle, die ihren Fleischkonsum reduzieren möchten. Sie liefern oft zusätzlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Um eine hohe biologische Wertigkeit zu erreichen, ist es ratsam, verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu kombinieren (z.B. Hülsenfrüchte mit Getreide).

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind wahre Proteinbomben und zudem reich an Ballaststoffen, die die Verdauung fördern und lange satt halten [dge-empfehlungen].

Lebensmittel (pro 100 g gekocht) Protein (g) Anmerkungen
Linsen 9-10 Vielseitig für Suppen, Salate, Currys
Kichererbsen 7-8 Basis für Hummus, in Salaten
Schwarze Bohnen 8-9 Gut in Eintöpfen, Burritos
Kidneybohnen 8-9 Klassiker für Chili con Carne
Erbsen 5-6 Auch tiefgekühlt eine gute Option
Sojabohnen (Edamame) 11-12 Ganze Bohnen, als Snack oder Beilage

Getreide und Pseudogetreide

Vollkorngetreide und Pseudogetreide sind nicht nur Kohlenhydratlieferanten, sondern enthalten auch beachtliche Mengen an Protein und Ballaststoffen.

Lebensmittel (pro 100 g roh) Protein (g) Anmerkungen
Haferflocken 13-14 Ideal für Frühstück, Müsli, Porridge
Quinoa 14-15 Pseudogetreide, alle essenziellen Aminosäuren
Amaranth 13-14 Pseudogetreide, glutenfrei
Buchweizen 13-14 Pseudogetreide, glutenfrei
Vollkornbrot 8-10 Achten Sie auf den Vollkornanteil
Seitan (Weizeneiweiß) 25-30 Fleischalternative, sehr hoher Proteingehalt

Nüsse und Samen

Nüsse und Samen sind kleine Kraftpakete, die neben Protein auch gesunde Fette, Ballaststoffe und Mikronährstoffe liefern. Allerdings sind sie auch sehr kalorienreich, daher ist Mäßigung geboten.

Lebensmittel (pro 100 g) Protein (g) Anmerkungen
Kürbiskerne 24-25 Gut in Salaten, Suppen, Brot
Hanfsamen 30-31 Reich an Omega-3, ideal für Smoothies
Chiasamen 17-18 Hoher Ballaststoffgehalt, für Puddings
Mandeln 21-22 Gesunder Snack, auch als Mandelmus
Erdnüsse 24-25 Technisch eine Hülsenfrucht, oft als Nuss verwendet
Walnüsse 15-16 Reich an Omega-3, gut für Gehirn

Tofu, Tempeh und andere Sojaprodukte

Sojaprodukte sind eine der vollständigsten pflanzlichen Proteinquellen, da sie alle essenziellen Aminosäuren enthalten.

Lebensmittel (pro 100 g) Protein (g) Anmerkungen
Tofu (natur) 10-12 Vielseitig, nimmt Geschmäcker gut auf
Tempeh 19-20 Fermentiert, nussiger Geschmack, festere Konsistenz
Sojagranulat 50-52 Getrocknet, ideal für Bolognese, Füllungen
Sojamilch (ungesüßt) 3-4 Als Milchersatz, für Smoothies

Eiweißreiche Ernährung im Alltag: Praktische Tipps

Die Integration eiweißreicher Lebensmittel in den täglichen Speiseplan ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Mit ein paar Anpassungen können Sie Ihre Proteinzufuhr optimieren, ohne auf Genuss verzichten zu müssen.

Frühstück

Beginnen Sie den Tag proteinreich, um lange satt zu bleiben und Heißhunger vorzubeugen:

  • Magerquark oder Skyr mit Früchten und Nüssen: Eine klassische Kombination, die viel Protein, Vitamine und Ballaststoffe liefert.
  • Haferflocken mit Proteinpulver oder Chiasamen: Porridge lässt sich gut mit zusätzlichen Proteinen anreichern.
  • Rührei oder Omelett mit Gemüse: Eine herzhafte Option, die schnell zubereitet ist.
  • Vollkornbrot mit Hüttenkäse oder magerem Aufschnitt: Eine gute Basis für den Start in den Tag.

Mittag- und Abendessen

Gestalten Sie Ihre Hauptmahlzeiten so, dass sie eine gute Proteinquelle enthalten:

  • Mageres Fleisch oder Fisch: Hähnchenbrust, Lachs oder Kabeljau als Hauptkomponente.
  • Hülsenfrüchte: Linsen-Currys, Bohnen-Eintöpfe oder Kichererbsen-Salate sind nahrhaft und sättigend.
  • Tofu oder Tempeh: Marinierter Tofu in Pfannengerichten oder Tempeh-Burger sind leckere Alternativen.
  • Quinoa oder Vollkornreis: Diese Beilagen liefern zusätzlich Protein im Vergleich zu weißem Reis.

Snacks

Auch Zwischenmahlzeiten können zur Proteinzufuhr beitragen und helfen, die Zeit bis zur nächsten Hauptmahlzeit zu überbrücken:

  • Handvoll Nüsse oder Samen: Mandeln, Walnüsse oder Kürbiskerne sind ideal.
  • Griechischer Joghurt oder Magerquark: Pur oder mit einer kleinen Menge Obst.
  • Käsewürfel: Harzer Käse oder ein Stück fettarmer Mozzarella.
  • Gekochtes Ei: Ein schneller und einfacher Protein-Snack.
  • Edamame: Gekochte Sojabohnen sind ein leckerer und gesunder Snack.

Kombination für höhere biologische Wertigkeit

Besonders bei pflanzlichen Proteinquellen ist die Kombination verschiedener Lebensmittel sinnvoll, um ein vollständiges Aminosäureprofil zu erhalten. Beispiele hierfür sind:

  • Hülsenfrüchte mit Getreide: Linsen mit Reis, Bohnen mit Mais (z.B. in Tortillas), Hummus mit Vollkornbrot.
  • Nüsse und Samen mit Getreide: Haferflocken mit Chiasamen und Mandeln.

Eiweißreiche Ernährung zur Gewichtsreduktion und für den Muskelaufbau

Eine eiweißreiche Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Gewichtsreduktion und dem Aufbau von Muskelmasse.

Gewichtsreduktion

Wenn Sie abnehmen möchten, kann eine erhöhte Proteinzufuhr sehr vorteilhaft sein:

  • Erhöhte Sättigung: Protein sättigt am besten von allen Makronährstoffen. Das führt dazu, dass Sie weniger Hunger verspüren und insgesamt weniger Kalorien zu sich nehmen [awmf-adipositas]. Studien zeigen, dass proteinreiche Diäten effektiver bei der Gewichtsabnahme sein können als proteinarme Diäten.
  • Erhalt der Muskelmasse: Während einer Diät mit Kaloriendefizit besteht das Risiko, nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse abzubauen. Eine ausreichende Proteinzufuhr (oft 1,0-1,2 g/kg Körpergewicht) hilft, diesen Muskelabbau zu minimieren [awmf-adipositas]. Muskeln verbrennen auch im Ruhezustand mehr Kalorien als Fettgewebe, was für den langfristigen Erfolg wichtig ist.
  • Thermischer Effekt der Nahrung (TEF): Die Verdauung von Protein verbraucht mehr Energie als die Verdauung von Kohlenhydraten oder Fetten. Dieser sogenannte thermische Effekt der Nahrung ist bei Protein am höchsten, was den Gesamtenergieverbrauch leicht erhöht.

Die AWMF S3-Leitlinie Adipositas empfiehlt bei der Gewichtsreduktion ein Kaloriendefizit von 500 kcal pro Tag und einen Gewichtsverlust von 0,5 bis 1 kg pro Woche [awmf-adipositas]. Eine proteinreiche Ernährung kann diesen Prozess unterstützen.

Muskelaufbau

Für den Aufbau von Muskelmasse ist Protein unerlässlich:

  • Bausteine für Muskeln: Nach dem Training sind die Muskelfasern leicht geschädigt. Protein liefert die Aminosäuren, die der Körper benötigt, um diese Schäden zu reparieren und die Muskelfasern zu vergrößern.
  • Timing der Proteinzufuhr: Obwohl die Gesamtzufuhr über den Tag wichtiger ist als der genaue Zeitpunkt, kann die Aufnahme von Protein nach dem Training die Muskelproteinsynthese optimieren.
  • Empfehlungen: Für Muskelaufbau wird oft eine Proteinzufuhr von 1,6 bis 2,2 g pro kg Körpergewicht empfohlen, verteilt auf mehrere Mahlzeiten über den Tag [dge-protein].

Risiken und Grenzen einer eiweißreichen Ernährung

Obwohl eine eiweißreiche Ernährung viele Vorteile bietet, gibt es auch Aspekte, die beachtet werden sollten.

Nierenbelastung

Bei gesunden Menschen ist eine erhöhte Proteinzufuhr in der Regel unbedenklich. Die DGE gibt an, dass eine Proteinzufuhr von bis zu 2,0 g/kg Körpergewicht bei gesunden Erwachsenen keine negativen Auswirkungen auf die Nierenfunktion hat [dge-protein]. Bei Personen mit vorbestehenden Nierenerkrankungen kann eine sehr hohe Proteinzufuhr jedoch die Nieren belasten. In solchen Fällen ist eine ärztliche Rücksprache unerlässlich.

Einseitigkeit und Nährstoffmangel

Eine zu einseitige Ernährung, die sich ausschließlich auf wenige eiweißreiche Lebensmittel konzentriert und andere Lebensmittelgruppen vernachlässigt, kann zu einem Mangel an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen führen. Eine ausgewogene Ernährung, die eine Vielzahl von Lebensmitteln aus allen Gruppen (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gesunde Fette) umfasst, ist entscheidend für die Gesundheit [dge-empfehlungen].

Qualität der Proteinquellen

Achten Sie bei tierischen Proteinquellen auf magere Varianten und bevorzugen Sie Fisch und Geflügel gegenüber rotem Fleisch, das in großen Mengen mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Krankheiten in Verbindung gebracht wird [dge-empfehlungen]. Bei pflanzlichen Proteinen ist die Kombination verschiedener Quellen wichtig, um alle essenziellen Aminosäuren abzudecken.

Kalorienüberschuss

Auch eiweißreiche Lebensmittel können kalorienreich sein, insbesondere wenn sie viel Fett enthalten (z.B. fettreiche Käsesorten, Nüsse in großen Mengen). Wenn das Ziel Gewichtsverlust ist, muss trotz erhöhter Proteinzufuhr ein Kaloriendefizit eingehalten werden.

Für wen nicht geeignet

  • Personen mit Nierenerkrankungen: Müssen ihre Proteinzufuhr ärztlich abklären.
  • Kinder, Schwangere und Stillende: Haben spezielle Ernährungsbedürfnisse. Empfehlungen für diese Gruppen sollten immer von einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft gegeben werden.
  • Personen mit Essstörungen: Sollten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und keine Diäten auf eigene Faust durchführen.

Fazit: Eiweiß ist ein wichtiger Baustein für Ihre Gesundheit

Eiweißreiche Lebensmittel sind ein unverzichtbarer Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Sie unterstützen den Muskelaufbau, fördern ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und sind essenziell für zahlreiche Körperfunktionen. Egal ob Sie tierische oder pflanzliche Proteinquellen bevorzugen, die Vielfalt ist groß und bietet für jeden Geschmack und jede Ernährungsweise passende Optionen. Achten Sie auf eine abwechslungsreiche Auswahl, um alle notwendigen Aminosäuren und Mikronährstoffe aufzunehmen. Bei spezifischen Gesundheitsfragen oder sehr hohen Proteinbedarfen ist es immer ratsam, professionellen Rat einzuholen.

Häufige Fragen

Was sind die besten eiweißreichen Lebensmittel für Vegetarier und Veganer?

Für Vegetarier und Veganer sind Hülsenfrüchte (Linsen, Kichererbsen, Bohnen), Sojaprodukte (Tofu, Tempeh, Edamame), Nüsse und Samen (Kürbiskerne, Hanfsamen, Mandeln) sowie Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth hervorragende Proteinquellen. Die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteine über den Tag verteilt stellt sicher, dass alle essenziellen Aminosäuren aufgenommen werden.

Kann ich zu viel Eiweiß essen?

Bei gesunden Menschen ist eine Proteinzufuhr von bis zu 2,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag in der Regel unbedenklich und wird von der DGE als sicher eingestuft [dge-protein]. Eine übermäßige Zufuhr, insbesondere über 2,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht über einen längeren Zeitraum, kann bei vorbestehenden Nierenerkrankungen problematisch sein.

Helfen eiweißreiche Lebensmittel beim Abnehmen?

Ja, eiweißreiche Lebensmittel können beim Abnehmen helfen, da sie stärker sättigen als Kohlenhydrate oder Fette, was zu einer geringeren Kalorienaufnahme führen kann [awmf-adipositas]. Zudem tragen sie dazu bei, während eines Kaloriendefizits die Muskelmasse zu erhalten, was für einen effektiven und nachhaltigen Gewichtsverlust wichtig ist.

Welche Rolle spielt die biologische Wertigkeit von Eiweiß?

Die biologische Wertigkeit gibt an, wie effizient das Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Tierische Proteine haben oft eine höhere biologische Wertigkeit als einzelne pflanzliche Proteine. Durch die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen (z.B. Hülsenfrüchte mit Getreide) kann die biologische Wertigkeit jedoch deutlich gesteigert werden.

Sind Proteinpulver notwendig, um genug Eiweiß aufzunehmen?

Proteinpulver sind in der Regel nicht notwendig, um den Proteinbedarf zu decken, wenn Sie sich ausgewogen ernähren und ausreichend eiweißreiche Lebensmittel zu sich nehmen. Sie können jedoch eine praktische Ergänzung sein, wenn der Bedarf erhöht ist (z.B. bei intensivem Sport) oder wenn es schwierig ist, über die normale Nahrung ausreichend Protein aufzunehmen.

Wie viel Eiweiß sollte ich nach dem Sport zu mir nehmen?

Nach dem Sport wird oft empfohlen, 20-30 Gramm Protein zu sich zu nehmen, um die Muskelregeneration und den Muskelaufbau optimal zu unterstützen. Dies kann durch eine Mahlzeit oder einen Snack erfolgen, der eine hochwertige Proteinquelle enthält, wie Magerquark, Hähnchenbrust oder ein Proteinpulver-Shake.

Gesundheitshinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Bei Vorerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Essstörungen sollten Sie eine Diät nur in Absprache mit medizinischem Fachpersonal beginnen.

Quellen

  1. Gut essen und trinken – die DGE-EmpfehlungenDeutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (2024)
  2. Referenzwerte: ProteinDGE (2017)
  3. S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas (AWMF 050-001)Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) / AWMF (2024)
Transparenzhinweis (Art. 50 EU-KI-Verordnung): Dieser Artikel wurde mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells erstellt und anschließend nach unserer redaktionellen Methodik auf fachliche Richtigkeit geprüft. Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion.
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